Artendetails

Steinpilz

Boletus edulis

Traditionell essbar
Steinpilz – Boletus edulis

Foto: Matthieu Brochon · CC BY 4.0 · Bildquelle · Lizenz

Beschreibung

Kräftiger Röhrling mit braunem Hut, weißen bis olivfarbenen Poren und hellem Netz am oberen Stiel.

Erkennungsmerkmale

Junge Poren sind weiß, später gelb bis oliv. Der Stiel ist kräftig; das Fleisch verfärbt sich im Schnitt normalerweise nicht blau.

Bestimmungsschlüssel

Den ganzen Fruchtkörper prüfen: brauner, oft leicht schmieriger Hut; jung weiße, später gelb-olivfarbene Poren; kräftiger heller Stiel mit weißem Netz, besonders im oberen Bereich. Das weiße Fleisch blaut im Schnitt normalerweise nicht.

Detaillierte Merkmale

Hut
Der Hut ist zunächst halbkugelig, später gewölbt und im Alter polsterförmig. Die Oberfläche ist in verschiedenen Brauntönen gefärbt, am Rand oft heller und bei feuchtem Wetter leicht schmierig bis klebrig.
Fruchtschicht
Die Fruchtschicht besteht aus Röhren. Jung ist sie weißlich, später gelb und im Alter olivgrün. Die Röhrenschicht lässt sich relativ leicht vom Hutfleisch lösen.
Stiel
Der Stiel ist jung gedrungen bis bauchig, später eher keulig oder fast zylindrisch. Er ist fest und voll, meist hell bis bräunlich und zumindest im oberen Bereich von einem typischen hellen Netz überzogen.
Fleisch
Das Fleisch ist weiß, fest und verfärbt sich im Schnitt normalerweise nicht blau. Direkt unter der Huthaut kann es etwas bräunlich gefärbt sein.
Geruch
Der Geruch ist angenehm, aber nicht charakteristisch genug, um die Art allein danach zu bestimmen.
Geschmack
Der Geschmack gilt als angenehm. Das Probieren wild wachsender Pilze sollte nicht als Bestimmungstest verwendet werden.
Sporenpulver
Olivbraun.

Größe

Hutdurchmesser
5–25 cm
Stielhöhe
5–12 cm
Stieldicke
2–6 cm

Lebensraum

Mykorrhizapilz in Fichten-, Buchen-, Eichen- und Mischwäldern.

Erscheinungszeit

Juni, Juli, August, September, Oktober, November

Ökologie

Ernährungsweise
Mykorrhizal
Wirtsbäume
Fichte (Picea), Buche (Fagus), Eiche (Quercus)
Hinweise
Die Art bildet Ektomykorrhiza mit Bäumen. Sie kommt in Nadel-, Laub- und Mischwäldern vor; häufige Partner sind Fichten, Buchen und Eichen.

Verbreitung

Hinweise
Boletus edulis ist eine europäische Art. Bei Funden außerhalb Europas ist bei der Benennung Vorsicht geboten, da ein Teil der Meldungen zu verwandten Arten des B.-edulis-Komplexes gehören kann.

Abgrenzung von ähnlichen Arten

Der Gallenröhrling besitzt im Alter rosafarbene Poren und ein dunkleres Stielnetz; eine Geschmacksprobe ist jedoch kein sicherer Test. Der Sommer-Steinpilz ist sehr ähnlich, hat aber meist einen trockeneren, samtigen, rissigen Hut und ein stärker ausgeprägtes Netz.

Ähnliche Arten

  • Gallenröhrling (Tylopilus felleus)

    Der Gallenröhrling besitzt im Alter rosafarbene Poren und meist ein dunkleres, gröberes Stielnetz. Er ist stark bitter, eine Geschmacksprobe ist jedoch kein sicherer Bestimmungstest.

  • Sommer-Steinpilz (Boletus reticulatus)

    Der Sommer-Steinpilz hat meist einen trockeneren, samtigen Hut, der bei Trockenheit aufreißen kann, sowie ein stärker ausgeprägtes Netz über einen größeren Teil des Stiels.

  • Bronze-Röhrling (Boletus aereus)

    Der Schwarzhütige Steinpilz besitzt gewöhnlich einen sehr dunklen, trockenen und samtigen Hut, der nicht schmierig oder klebrig ist.

Wissenswertes

Schon gewusst? Die Art wurde 1782 von Jean Baptiste François Bulliard beschrieben. Das lateinische Artepitheton edulis bedeutet „essbar“, und Boletus edulis ist die Typusart der Gattung Boletus.

Quellen der erweiterten Beschreibung