Artendetails

Weinroter Kiefern-Reizker

Lactarius sanguifluus

Traditionell essbar
Weinroter Kiefern-Reizker – Lactarius sanguifluus

Foto: Jose Angel Urquia Goitia · CC BY-SA 4.0 · Bildquelle · Lizenz

Beschreibung

Milchling mit orange- bis weinroter Milch, der nach Verletzung häufig grünlich verfärbt.

Erkennungsmerkmale

Der Hut ist orangebraun mit grünlichen Flecken; verletzte Lamellen geben rötliche Milch ab.

Bestimmungsschlüssel

Für die Bestimmung den gesamten Fruchtkörper prüfen. Milchling mit orange- bis weinroter Milch, der nach Verletzung häufig grünlich verfärbt. Der Hut ist orangebraun mit grünlichen Flecken; verletzte Lamellen geben rötliche Milch ab. Typischer Standort: Warme Kiefernwälder, besonders auf kalkreichen Böden.

Detaillierte Merkmale

Hut
6–15 cm, zunächst gewölbt, später vertieft bis breit trichterförmig, orangeocker bis weinrötlich, oft gezont und stellenweise grünfleckig.
Fruchtschicht
Lamellen ocker bis weinrötlich; bei Verletzung tritt blutroter Milchsaft aus, später grünend.
Stiel
Bis 10 × 2,5 cm, hell weinrötlich bis orangerot, oft mit ovalen Grübchen; verletzte Stellen grünen.
Fleisch
Blassgelb bis orange, fest und brüchig; Milchsaft wein- bis blutrot.
Geruch
Frisch teils angenehm fruchtig.
Sporenpulver
Ocker.

Größe

Hutdurchmesser
6–15 cm
Stielhöhe
≤ 10 cm
Stieldicke
≤ 2,5 cm

Lebensraum

Warme Kiefernwälder, besonders auf kalkreichen Böden.

Erscheinungszeit

August, September, Oktober, November

Ökologie

Ernährungsweise
Mykorrhizal
Wirtsbäume
Kiefer (Pinus)
Substrat
Waldboden
Boden
Kalkreich
Hinweise
Mykorrhiza mit Kiefern, besonders in warmen Kiefernbeständen; in Slowenien häufiger im Küstenland.

Abgrenzung von ähnlichen Arten

Vor allem mit folgenden ähnlichen Arten vergleichen: Lactarius deliciosus, Lactarius deterrimus, Lactarius salmonicolor. Für die Bestimmung die Kombination aus Hutform und -farbe, Fruchtschicht, Stiel, Fleischverfärbungen und Standort prüfen. Ein Einzelmerkmal oder Foto reicht nicht aus; stimmen die Schlüsselmerkmale nicht mit der Beschreibung überein, gilt der Fund nicht als bestätigt.

Ähnliche Arten

Wissenswertes

Schon gewusst? Der Name sanguifluus bezieht sich auf den charakteristischen blutroten Milchsaft.

Quellen der erweiterten Beschreibung