Artendetails

Frühjahrslorchel

Gyromitra esculenta

Tödlich giftig
Frühjahrslorchel – Gyromitra esculenta

Foto: Аимаина хикари · Public Domain · Bildquelle · Lizenz

Beschreibung

Tödlich giftiger Frühjahrspilz mit braunem, hirnartig gewundenem, unregelmäßigem Hut.

Erkennungsmerkmale

Der Hut ist hirnartig gefaltet, nicht wabenartig grubig. Die Art kann Gyromitrin enthalten; Kochen oder Trocknen garantiert keine Sicherheit.

Bestimmungsschlüssel

Der Hut ist rot- bis kastanienbraun und unregelmäßig hirnartig gefaltet, nicht wabenartig grubig. Der Stiel ist oft kurz und blass; längs aufgeschnitten zeigt der Fruchtkörper mehrere unregelmäßige Kammern statt eines einzigen Hohlraums.

Detaillierte Merkmale

Hut
5–15 cm breit, rot- bis kastanienbraun, unregelmäßig hirnartig gefaltet und gelappt, nicht wabenartig grubig.
Fruchtschicht
Die Fruchtschicht liegt auf der äußeren gefalteten Hutoberfläche.
Stiel
2–5 cm, cremefarben bis weißlich, brüchig, unregelmäßig gefurcht und innen gekammert.
Fleisch
Brüchig, weißlich bis cremefarben; innen nicht einfach hohl wie bei echten Morcheln.
Sporenpulver
Gelblich ocker.

Größe

Hutdurchmesser
5–15 cm
Stielhöhe
2–5 cm
Stieldicke
2–3 cm

Lebensraum

Im Frühjahr auf sandigen Böden in Nadelwäldern, Kahlschlägen und an Waldwegen.

Erscheinungszeit

März, April, Mai

Ökologie

Wirtsbäume
Kiefer (Pinus), Fichte (Picea)
Substrat
Sandiger Boden, Boden

Verbreitung

Hinweise
Frühlingsart, in Teilen Europas und anderen Gebieten der Nordhalbkugel verbreitet.

Abgrenzung von ähnlichen Arten

Die Speise-Morchel besitzt regelmäßige Gruben und Rippen und ist von der Hutspitze bis durch den Stiel einheitlich hohl. Die Frühjahrslorchel ist sehr variabel; alle hirnartig gefalteten Exemplare sind als gefährlich zu behandeln.

Ähnliche Arten

Artenschutz

Rote Liste
R – seltene Art
Hinweise
Auf der slowenischen Roten Liste: R – seltene Art.

Wissenswertes

Schon gewusst? Das Artepitheton esculenta ist historisch irreführend: Die Art gilt als gefährlich giftig, und Erhitzen garantiert keine Sicherheit.

Quellen der erweiterten Beschreibung