Artendetails
Igel-Stachelbart
Hericium erinaceus
Traditionell essbar
Foto: Tomasz Przechlewski · CC BY 2.0 · Bildquelle · Lizenz
Beschreibung
Weißer kugeliger Holzpilz mit langen herabhängenden Stacheln, einer Mähne ähnlich.
Erkennungsmerkmale
Die Stacheln hängen abwärts und sitzen nicht auf korallenartigen Ästen; ältere Fruchtkörper vergilben.
Bestimmungsschlüssel
Für die Bestimmung den gesamten Fruchtkörper prüfen. Weißer kugeliger Holzpilz mit langen herabhängenden Stacheln, einer Mähne ähnlich. Die Stacheln hängen abwärts und sitzen nicht auf korallenartigen Ästen; ältere Fruchtkörper vergilben. Typischer Standort: An alten lebenden oder toten Laubbäumen, besonders Buche und Eiche; vielerorts selten.
Detaillierte Merkmale
- Hut
- Bis etwa 25 cm breiter, kompakter weißer bis cremefarbener Fruchtkörper mit zahlreichen langen parallel herabhängenden Stacheln.
- Fruchtschicht
- Die Fruchtschicht liegt auf 3–6 cm langen herabhängenden Stacheln, zunächst weiß, später ockerlich.
- Stiel
- Der eigentliche Stiel ist kurz und dick und am Ansatz zum Holz weitgehend verborgen.
- Fleisch
- Weiß, fleischig und jung weich bis fest.
- Geruch
- Ohne auffälligen Geruch.
- Sporenpulver
- Weißlich.
Lebensraum
An alten lebenden oder toten Laubbäumen, besonders Buche und Eiche; vielerorts selten.
Erscheinungszeit
August, September, Oktober, November
Ökologie
- Ernährungsweise
- Parasitisch
- Substrat
- Lebendes Holz, Totes Laubholz
- Hinweise
- Wächst an Laubbäumen, häufig an älteren oder geschädigten Bäumen; Fruchtkörper vor allem im Herbst.
Abgrenzung von ähnlichen Arten
Vor allem mit folgenden ähnlichen Arten vergleichen: Hericium coralloides. Für die Bestimmung die Kombination aus Hutform und -farbe, Fruchtschicht, Stiel, Fleischverfärbungen und Standort prüfen. Ein Einzelmerkmal oder Foto reicht nicht aus; stimmen die Schlüsselmerkmale nicht mit der Beschreibung überein, gilt der Fund nicht als bestätigt.
Ähnliche Arten
- Ästiger Stachelbart (Hericium coralloides)
Der Ästige Stachelbart ist deutlich korallenartig verzweigt; seine Stacheln sind kürzer und an den Ästen verteilt.
- Hericium clathroides
Der Buchen-Stachelbart ist ebenfalls verzweigt und vor allem an Laubholz gebunden; einzelne Stacheln sind kürzer als beim Igel-Stachelbart.
Artenschutz
- Geschützte Art
- Ja
- Rote Liste
- R – seltene Art
- Hinweise
- Die Art ist in Slowenien nach der Verordnung über geschützte wildlebende Pilzarten geschützt. Auf der slowenischen Roten Liste: R – seltene Art.
Wissenswertes
Schon gewusst? Die langen herabhängenden Stacheln lassen den Fruchtkörper wie einen Bart bzw. eine Löwenmähne wirken.