Artendetails
Ästiger Stachelbart
Hericium coralloides
Traditionell essbar
Foto: Игорь Лебединский · CC BY 3.0 · Bildquelle · Lizenz
Beschreibung
Weißer stark verzweigter Holzpilz mit zahlreichen Stacheln an korallenartigen Ästen.
Erkennungsmerkmale
Im Gegensatz zum Igel-Stachelbart ist der Fruchtkörper stark verzweigt; ältere Exemplare vergilben.
Bestimmungsschlüssel
Für die Bestimmung den gesamten Fruchtkörper prüfen. Weißer stark verzweigter Holzpilz mit zahlreichen Stacheln an korallenartigen Ästen. Im Gegensatz zum Igel-Stachelbart ist der Fruchtkörper stark verzweigt; ältere Exemplare vergilben. Typischer Standort: Auf Laubtotholz, besonders Buche; häufig selten und naturschutzfachlich bedeutsam.
Detaillierte Merkmale
- Hut
- 6–30 cm breiter Fruchtkörper, stark korallenartig verzweigt, zunächst schneeweiß bis cremefarben, später gelblich-ocker.
- Fruchtschicht
- Die Fruchtschicht liegt auf dünnen, etwa 0,5–2 cm langen Stacheln, die in kleinen Büscheln von den Ästen hängen.
- Stiel
- Ein kurzer dicker Ansatz teilt sich in zahlreiche korallenartig verzweigte Äste.
- Fleisch
- Weiß und brüchig.
- Geruch
- Angenehm, mild.
- Sporenpulver
- Weiß.
Lebensraum
Auf Laubtotholz, besonders Buche; häufig selten und naturschutzfachlich bedeutsam.
Erscheinungszeit
August, September, Oktober, November
Ökologie
- Ernährungsweise
- Parasitisch
- Wirtsbäume
- Tanne (Abies)
- Substrat
- Lebendes Holz, Totholz, Stubben
- Hinweise
- Wächst an stehenden oder liegenden Stämmen und Stubben von Nadelbäumen, besonders Tanne, vom Spätsommer bis Herbst.
Abgrenzung von ähnlichen Arten
Vor allem mit folgenden ähnlichen Arten vergleichen: Hericium erinaceus. Für die Bestimmung die Kombination aus Hutform und -farbe, Fruchtschicht, Stiel, Fleischverfärbungen und Standort prüfen. Ein Einzelmerkmal oder Foto reicht nicht aus; stimmen die Schlüsselmerkmale nicht mit der Beschreibung überein, gilt der Fund nicht als bestätigt.
Ähnliche Arten
- Igel-Stachelbart (Hericium erinaceus)
Der Igel-Stachelbart ist kompakter und besitzt sehr lange parallel hängende Stacheln statt eines stark korallenartigen Gerüsts.
- Hericium clathroides
Der Buchen-Stachelbart ist makroskopisch sehr ähnlich, wächst aber vor allem an Laubholz, besonders Buche.
Artenschutz
- Geschützte Art
- Ja
- Rote Liste
- V – gefährdete Art
- Hinweise
- Die Art ist in Slowenien nach der Verordnung über geschützte wildlebende Pilzarten geschützt. Auf der slowenischen Roten Liste: V – gefährdete Art.
Wissenswertes
Schon gewusst? Neben der Korallenform ist der Wirtsbaum wichtig: die Art ist häufig an Tanne gebunden.