Artendetails

Frauen-Täubling

Russula cyanoxantha

Traditionell essbar
Frauen-Täubling – Russula cyanoxantha

Foto: Jean-Pol GRANDMONT · CC BY 3.0 · Bildquelle · Lizenz

Beschreibung

Variabel blauvioletter, grüner oder grauer Täubling mit weißen biegsamen Lamellen.

Erkennungsmerkmale

Die Lamellen sind für Täublinge ungewöhnlich wenig brüchig und können beim Reiben speckig wirken. Die Hutfarbe allein reicht nicht zur Bestimmung.

Bestimmungsschlüssel

Die Hutfarbe ist äußerst variabel: violett, bläulich, grün, grau, braun oder gemischt. Das Fleisch und das Sporenpulver sind weiß; Ring und Scheide fehlen. Wichtigstes makroskopisches Merkmal sind speckig biegsame Lamellen, die sich bei sanftem Reiben biegen statt zu zerbrechen.

Detaillierte Merkmale

Hut
5–15 cm, farblich sehr variabel: violett, bläulich, grünlich oder gemischt; bei Feuchtigkeit glatt und etwas klebrig.
Fruchtschicht
Die Lamellen sind weiß, oft mit leicht bläulichem Schimmer; charakteristisch biegsam und beim Reiben eher schmierend als splitternd.
Stiel
4–10 × 1–3 cm, weiß, voll, mitunter leicht violett überhaucht.
Fleisch
Weiß, fest, kann langsam etwas vergrauen; für einen Täubling relativ wenig brüchig.
Geruch
Mild, ohne markanten Eigengeruch.
Sporenpulver
Weiß.

Größe

Hutdurchmesser
5–15 cm
Stielhöhe
4–10 cm
Stieldicke
1–3 cm

Lebensraum

In Laub- und Mischwäldern, besonders bei Buchen und Eichen.

Erscheinungszeit

Juni, Juli, August, September, Oktober, November

Ökologie

Ernährungsweise
Mykorrhizal
Wirtsbäume
Buche (Fagus), Eiche (Quercus)
Substrat
Waldboden
Hinweise
Mykorrhiza-Art der Laub- und Mischwälder, häufig bei Buche und Eiche.

Verbreitung

Hinweise
In Europa weit verbreitete und vielerorts häufige Waldart.

Abgrenzung von ähnlichen Arten

Der Grüngefelderte Täubling besitzt häufig eine rissige, mosaikartige Hutoberfläche und brüchigere Lamellen. Andere grüne oder violette Täublinge können nahezu gleich aussehen; die Hutfarbe allein ist unbrauchbar.

Ähnliche Arten

Wissenswertes

Schon gewusst? Die biegsamen, fast „speckigen” Lamellen gehören zu den nützlichsten Feldmerkmalen der Art.

Quellen der erweiterten Beschreibung