Artendetails
Falten-Tintling
Coprinopsis atramentaria
Nur bedingt verwendbar
Foto: Donald Hobern from Copenhagen, Denmark · CC BY 2.0 · Bildquelle · Lizenz
Beschreibung
Grauer Tintling, oft in dichten Gruppen; die Lamellen schwärzen und zerfließen zu Tinte.
Erkennungsmerkmale
Enthält Coprin, das zusammen mit Alkohol eine unangenehme Reaktion auslösen kann. Das Risiko kann nach der Mahlzeit fortbestehen.
Bestimmungsschlüssel
Der Hut ist zunächst eiförmig, später glockenförmig, grau bis graubraun und meist recht glatt. Die dicht stehenden Lamellen werden von weiß über grau schwarz und zerfließen vom Rand her. Die Art wächst oft büschelig an Stümpfen, Wurzeln oder vergrabenem Holz.
Detaillierte Merkmale
- Hut
- 3–7 cm, grau bis graubraun, zunächst eiförmig, später glockig; der Rand ist oft gerieft und zerfließt im Alter schwarz.
- Fruchtschicht
- Die Lamellen sind dicht, zunächst weiß, dann braun und schließlich schwarz; sie zerfließen zusammen mit dem Hut.
- Stiel
- 5–12 cm, weiß, hohl, glatt bis leicht faserig, ohne dauerhaften Ring.
- Fleisch
- Weiß bis gräulich und recht dünn.
- Sporenpulver
- Schwarz.
Größe
- Hutdurchmesser
- 3–7 cm
- Stielhöhe
- 5–12 cm
- Stieldicke
- 0,8–1,5 cm
Lebensraum
Auf vergrabenem Holz, bei Stubben, an Wegen, in Parks und auf nährstoffreichen Böden.
Erscheinungszeit
April, Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober, November
Ökologie
- Ernährungsweise
- Saprotroph
- Substrat
- Vergrabenes Holz, Stubben, Totes Laubholz
Verbreitung
- Hinweise
- Häufige Art in Europa, vor allem an Stubben, vergrabenem Holz, Wegen und in Parks.
Abgrenzung von ähnlichen Arten
Der Schopf-Tintling besitzt einen länglichen weißen Hut mit auffälligen zottigen Schuppen. Der Specht-Tintling hat einen dunklen Hut mit großen weißen Flecken. Bei alten, bereits schwarzen Tintlingen fehlen wichtige Merkmale.
Ähnliche Arten
Wissenswertes
Schon gewusst? Hut und Lamellen können bei Reife zu schwarzer „Tinte“ zerfließen; Alkohol kann im Zusammenhang mit dieser Art eine Antabus-Reaktion auslösen.