Artendetails
Stink-Täubling
Russula foetens
Ungenießbar
Foto: Szabi237 · CC BY 3.0 · Bildquelle · Lizenz
Beschreibung
Gelblichbrauner schleimiger Täubling mit stark unangenehmem Geruch und deutlich gerieftem Rand.
Erkennungsmerkmale
Der Geschmack ist stark scharf, Lamellen und Fleisch können bräunlich flecken; ungenießbar.
Bestimmungsschlüssel
Für die Bestimmung den gesamten Fruchtkörper prüfen. Gelblichbrauner schleimiger Täubling mit stark unangenehmem Geruch und deutlich gerieftem Rand. Der Geschmack ist stark scharf, Lamellen und Fleisch können bräunlich flecken; ungenießbar. Typischer Standort: Laub- und Mischwälder, häufig bei Eiche und Buche.
Detaillierte Merkmale
- Hut
- 8–15 cm, halbkugelig bis gewölbt und später vertieft, ockergelb bis bräunlich; Rand grob gerieft, bei Nässe schleimig.
- Fruchtschicht
- Lamellen hellocker, zunächst dicht, später dicker und weiter stehend, oft gegabelt und braunfleckig.
- Stiel
- 4–8 × 1–2 cm, zylindrisch, hellocker, braunfleckig; im Alter teils hohl.
- Fleisch
- Weißlich, spröde und an Luft bräunend.
- Geruch
- Stark und unangenehm, oft dumpf bzw. stinkend.
- Geschmack
- Scharf; Kosten nicht empfohlen.
- Sporenpulver
- Fast weiß.
Größe
- Hutdurchmesser
- 8–15 cm
- Stielhöhe
- 4–8 cm
- Stieldicke
- 1–2 cm
Lebensraum
Laub- und Mischwälder, häufig bei Eiche und Buche.
Erscheinungszeit
Juli, August, September, Oktober, November
Ökologie
- Ernährungsweise
- Mykorrhizal
- Substrat
- Waldboden, Grasland
- Hinweise
- Mykorrhiza-Art der Mischwälder; oft an Waldrändern in Moos und Gras.
Abgrenzung von ähnlichen Arten
Vor allem mit folgenden ähnlichen Arten vergleichen: Russula ochroleuca, Hebeloma crustuliniforme. Für die Bestimmung die Kombination aus Hutform und -farbe, Fruchtschicht, Stiel, Fleischverfärbungen und Standort prüfen. Ein Einzelmerkmal oder Foto reicht nicht aus; stimmen die Schlüsselmerkmale nicht mit der Beschreibung überein, gilt der Fund nicht als bestätigt.
Ähnliche Arten
- Ocker-Täubling (Russula ochroleuca)
Der Ocker-Täubling ist meist weniger kräftig, gleichmäßiger gelb und ohne so starken unangenehmen Geruch sowie grob gerieften Rand.
- Russula grata
Der Mandeltäubling kann ähnlich gerieft sein, riecht aber oft eher mandelartig als deutlich stinkend.
Wissenswertes
Schon gewusst? Der Name foetens weist wörtlich auf den stinkenden bzw. unangenehmen Geruch hin, eines der wichtigsten Merkmale.