Artendetails
Dickblättriger Schwärz-Täubling
Russula nigricans
Besondere Vorsicht
Foto: Frank Gardiner (Zonda Grattus) · CC BY 3.0 · Bildquelle · Lizenz
Beschreibung
Großer Täubling, der nach Verletzung zunächst rötet und anschließend langsam schwärzt.
Erkennungsmerkmale
Die Lamellen sind sehr dick und weitstehend; alte Fruchtkörper werden fast vollständig schwarz.
Bestimmungsschlüssel
Für die Bestimmung den gesamten Fruchtkörper prüfen. Großer Täubling, der nach Verletzung zunächst rötet und anschließend langsam schwärzt. Die Lamellen sind sehr dick und weitstehend; alte Fruchtkörper werden fast vollständig schwarz. Typischer Standort: Laub- und Nadelwälder, häufig bei Buche, Eiche und Fichte.
Detaillierte Merkmale
- Hut
- 6–20 cm, zunächst schmutzigweiß, später graubraun und im Alter fast ganz schwarz; reifer Hut breit vertieft.
- Fruchtschicht
- Lamellen sehr dick, spröde und auffallend weit stehend; bei Verletzung zunächst rötend, dann grau und schwarz.
- Stiel
- 3–8 × 1–4 cm, weiß und fest, bei Verletzung bzw. Alterung rötend und später schwärzend.
- Fleisch
- Weiß, im Schnitt zunächst rötlich, dann graubraun und schließlich schwarz.
- Geruch
- Teils leicht fruchtig.
- Sporenpulver
- Weiß.
Größe
- Hutdurchmesser
- 6–20 cm
- Stielhöhe
- 3–8 cm
- Stieldicke
- 1–4 cm
Lebensraum
Laub- und Nadelwälder, häufig bei Buche, Eiche und Fichte.
Erscheinungszeit
Juli, August, September, Oktober, November
Ökologie
- Ernährungsweise
- Mykorrhizal
- Wirtsbäume
- Buche (Fagus), Eiche (Quercus), Fichte (Picea)
- Substrat
- Waldboden
- Hinweise
- Ektomykorrhiza-Art in Laub- und Nadelwäldern; bei verschiedenen Baumarten.
Abgrenzung von ähnlichen Arten
Vor allem mit folgenden ähnlichen Arten vergleichen: Russula delica, Russula densifolia. Für die Bestimmung die Kombination aus Hutform und -farbe, Fruchtschicht, Stiel, Fleischverfärbungen und Standort prüfen. Ein Einzelmerkmal oder Foto reicht nicht aus; stimmen die Schlüsselmerkmale nicht mit der Beschreibung überein, gilt der Fund nicht als bestätigt.
Ähnliche Arten
- Russula densifolia
Der Dichtblättrige Schwärztäubling hat deutlich dichter stehende Lamellen; auch er rötet und schwärzt.
- Russula albonigra
Der Weißschwarze Täubling hat meist dichter stehende Lamellen und schwärzt oft direkter, ohne so ausgeprägte rote Zwischenphase.
Wissenswertes
Schon gewusst? Das lateinische nigricans bedeutet „schwärzend“ und beschreibt das sehr typische allmähliche Schwarzwerden des Fruchtkörpers.