Artendetails

Ziegelroter Risspilz

Inosperma erubescens

Giftig
Ziegelroter Risspilz – Inosperma erubescens

Foto: Bartiebert · CC BY-SA 3.0 · Bildquelle · Lizenz

Beschreibung

Weißlicher bis ockerfarbener Risspilz, der an verletzten Stellen und im Alter deutlich ziegelrot anläuft.

Erkennungsmerkmale

Der Hut ist radialfaserig und oft rissig, der Geruch kann angenehm fruchtig sein. Die Art enthält viel Muscarin und ist stark giftig.

Bestimmungsschlüssel

Für die Bestimmung den gesamten Fruchtkörper prüfen. Weißlicher bis ockerfarbener Risspilz, der an verletzten Stellen und im Alter deutlich ziegelrot anläuft. Der Hut ist radialfaserig und oft rissig, der Geruch kann angenehm fruchtig sein. Die Art enthält viel Muscarin und ist stark giftig. Typischer Standort: In warmen Laubwäldern, Parks und an Wegen, besonders auf Kalkboden.

Detaillierte Merkmale

Hut
3–8 cm, zunächst kegelig bis glockig, später ausgebreiteter, weißlich-creme bis ocker, deutlich radialfaserig; im Alter und bei Verletzung rötend.
Fruchtschicht
Die Lamellen sind zunächst blass, später ocker bis olivbraun; bei Reife und Verletzung teils rötlich verfärbend.
Stiel
4–10 × 1–1,5 cm, weißlich, faserig, später oft rötlich fleckig oder gerötet.
Fleisch
Weiß bis blass; die Rötung kann an Hutoberfläche, Lamellen und Stiel stärker sein als tief im Fleisch.
Geruch
Mild bis etwas fruchtig-süßlich, kein verlässliches Bestimmungsmerkmal.
Sporenpulver
Braun.

Größe

Hutdurchmesser
3–8 cm
Stielhöhe
4–10 cm
Stieldicke
1–1,5 cm

Lebensraum

In warmen Laubwäldern, Parks und an Wegen, besonders auf Kalkboden.

Erscheinungszeit

April, Mai, Juni, Juli

Ökologie

Ernährungsweise
Mykorrhizal
Wirtsbäume
Buche (Fagus), Hainbuche (Carpinus)
Substrat
Waldboden
Boden
Kalkreich
Hinweise
Mykorrhiza mit Laubbäumen, besonders Buche und Hainbuche, häufig auf neutralen bis kalkreichen Böden in lichten Wäldern, Parks und an Wegen.

Verbreitung

Hinweise
Europäische Art warmer Laubhabitate, besonders auf basenreichen Böden.

Abgrenzung von ähnlichen Arten

Vor allem mit folgenden ähnlichen Arten vergleichen: Calocybe gambosa, Entoloma sinuatum. Für die Bestimmung die Kombination aus Hutform und -farbe, Fruchtschicht, Stiel, Fleischverfärbungen und Standort prüfen. Ein Einzelmerkmal oder Foto reicht nicht aus; stimmen die Schlüsselmerkmale nicht mit der Beschreibung überein, gilt der Fund nicht als bestätigt.

Ähnliche Arten

  • Maipilz (Calocybe gambosa)

    Der Maipilz ist fleischiger, hat weiße Lamellen und starken Mehlgeruch und rötet nicht in gleicher Weise; eine Verwechslung ist besonders gefährlich.

Wissenswertes

Schon gewusst? Die Art enthält Muskarin und kann ein schweres cholinerges Syndrom verursachen; sie gehört zu den gefährlichsten Verwechslungen weißlicher Frühlingspilze.

Quellen der erweiterten Beschreibung