Artendetails

Ohrförmiger Seitling

Pleurocybella porrigens

Giftig
Ohrförmiger Seitling – Pleurocybella porrigens

Foto: alexbarnard · CC BY 4.0 · Bildquelle · Lizenz

Beschreibung

Dünner weißer muschelförmiger Pilz ohne Stiel, in überlappenden Gruppen an Nadelholz.

Erkennungsmerkmale

Die Lamellen sind weiß, dicht und laufen zum Ansatz; das Fleisch ist sehr dünn und zerbrechlich.

Bestimmungsschlüssel

Für die Bestimmung den gesamten Fruchtkörper prüfen. Dünner weißer muschelförmiger Pilz ohne Stiel, in überlappenden Gruppen an Nadelholz. Die Lamellen sind weiß, dicht und laufen zum Ansatz; das Fleisch ist sehr dünn und zerbrechlich. Typischer Standort: Auf stark vermorschtem Nadelholz, besonders Tanne und Fichte, in feuchten Wäldern.

Detaillierte Merkmale

Hut
3–8 cm, schneeweiß bis creme, sehr dünn, muschel-, ohr- oder fächerförmig, seitlich am Holz angewachsen; Rand teils wellig.
Fruchtschicht
Lamellen weiß bis blassgelb, schmal und dicht, radial zur Ansatzstelle verlaufend.
Stiel
Ein echter Stiel fehlt meist; der Fruchtkörper sitzt seitlich direkt am Substrat.
Fleisch
Weißlich, dünn, biegsam bis zäh.
Geruch
Unauffällig.
Geschmack
Nicht kosten.
Sporenpulver
Weiß.

Größe

Hutdurchmesser
3–8 cm

Lebensraum

Auf stark vermorschtem Nadelholz, besonders Tanne und Fichte, in feuchten Wäldern.

Erscheinungszeit

August, September, Oktober, November

Ökologie

Ernährungsweise
Saprotroph
Substrat
Totholz, Stubben
Hinweise
Saprotroph auf totem Nadelholz, besonders an morschen Stämmen und Stubben; oft in größeren Büscheln.

Abgrenzung von ähnlichen Arten

Vor allem mit folgenden ähnlichen Arten vergleichen: Pleurotus pulmonarius, Crepidotus species, Phyllotopsis nidulans. Für die Bestimmung die Kombination aus Hutform und -farbe, Fruchtschicht, Stiel, Fleischverfärbungen und Standort prüfen. Ein Einzelmerkmal oder Foto reicht nicht aus; stimmen die Schlüsselmerkmale nicht mit der Beschreibung überein, gilt der Fund nicht als bestätigt.

Ähnliche Arten

  • Lungenseitling (Pleurotus pulmonarius)

    Der Lungenseitling ist meist kräftiger, oft kurz gestielt und wächst vor allem auf Laubholz.

  • Phyllotopsis nidulans

    Meist gelblich bis orange gefärbt und oft deutlich filziger bzw. behaarter.

Quellen der erweiterten Beschreibung