Artendetails

Kahler Krempling

Paxillus involutus

Giftig
Kahler Krempling – Paxillus involutus

Foto: Tomas Čekanavičius · CC BY-SA 3.0 · Bildquelle · Lizenz

Beschreibung

Brauner Pilz mit lange eingerolltem Hutrand und Lamellen, die bei Druck oder Verletzung braun werden.

Erkennungsmerkmale

Die Lamellen laufen am Stiel herab und lassen sich teilweise ablösen. Die Art kann schwere immunologisch bedingte Vergiftungen auslösen.

Bestimmungsschlüssel

Der braune Hut besitzt jung einen stark eingerollten Rand. Die dichten, oft gegabelten Lamellen laufen am Stiel herab und bräunen bei Druck; der gesamte Fruchtkörper dunkelt im Alter nach.

Detaillierte Merkmale

Hut
Ocker- bis braunfarben, zunächst gewölbt mit stark eingerolltem Rand, später stärker vertieft; feucht teils klebrig.
Fruchtschicht
Die Lamellen sind dicht, stark herablaufend und bräunen bei Druck oder Verletzung.
Stiel
Zylindrisch bis etwas verjüngt, ockerbraun, ohne Ring.
Fleisch
Gelblich bis bräunlich, an verletzten Stellen nachdunkelnd.
Sporenpulver
Rost- bis sienabraun.

Größe

Hutdurchmesser
5–12 cm
Stielhöhe
6–12 cm
Stieldicke
0,8–1,2 cm

Lebensraum

Häufiger Mykorrhizapilz in vielen Waldtypen, Parks und an Wegen.

Erscheinungszeit

Juni, Juli, August, September, Oktober, November

Ökologie

Ernährungsweise
Mykorrhizal
Wirtsbäume
Birke (Betula), Buche (Fagus), Eiche (Quercus)

Verbreitung

Hinweise
In Europa eine weit verbreitete Waldart.

Abgrenzung von ähnlichen Arten

Verwandte Kremplinge können sehr ähnlich sein; eine makroskopische Bestimmung ist nicht immer sicher. Der Samtfuß-Krempling wächst an Holz und hat einen dunklen samtigen Stiel, ist aber ebenfalls kein Speisepilz.

Ähnliche Arten

Wissenswertes

Schon gewusst? Die Art wurde früher mancherorts gegessen, gilt heute jedoch als giftig, da sie eine schwere immunvermittelte Hämolyse auslösen kann.

Quellen der erweiterten Beschreibung