Artendetails
Falscher Pfifferling
Hygrophoropsis aurantiaca
Besondere Vorsicht
Foto: Holleday · CC BY 3.0 · Bildquelle · Lizenz
Beschreibung
Orangefarbener Trichterpilz mit dünnen, dichten und stark gegabelten echten Lamellen.
Erkennungsmerkmale
Der Hut ist oft samtig und in der Mitte dunkler. Vom Echten Pfifferling unterscheidet er sich durch dünne echte Lamellen und weicheres Fleisch; auch gefährliche Verwechslungen mit Omphalotus sind möglich.
Bestimmungsschlüssel
Für die Bestimmung den gesamten Fruchtkörper prüfen. Orangefarbener Trichterpilz mit dünnen, dichten und stark gegabelten echten Lamellen. Der Hut ist oft samtig und in der Mitte dunkler. Vom Echten Pfifferling unterscheidet er sich durch dünne echte Lamellen und weicheres Fleisch; auch gefährliche Verwechslungen mit Omphalotus sind möglich. Typischer Standort: Auf Waldboden, Streu und morschem Holz, meist in Nadelwäldern.
Detaillierte Merkmale
- Hut
- 4–8 cm, orange bis gelborange, zunächst gewölbt, später trichterförmig, mit lange eingerolltem Rand.
- Fruchtschicht
- Unterseits stehen sehr dichte, dünne, mehrfach gegabelte echte Lamellen, die am Stiel herablaufen.
- Stiel
- 3–8 × 0,5–1 cm, orangegelb, zur Basis häufig etwas dunkler.
- Fleisch
- Gelb bis orange, weicher und dünner als beim Echten Pfifferling.
- Geruch
- Mild, ohne den typischen fruchtigen Pfifferlingsgeruch.
- Sporenpulver
- Gelblich bis creme.
Größe
- Hutdurchmesser
- 4–8 cm
- Stielhöhe
- 3–8 cm
- Stieldicke
- 0,5–1 cm
Lebensraum
Auf Waldboden, Streu und morschem Holz, meist in Nadelwäldern.
Erscheinungszeit
Juli, August, September, Oktober, November
Ökologie
- Ernährungsweise
- Saprotroph
- Wirtsbäume
- Fichte (Picea)
- Substrat
- Waldboden, Totholz
- Hinweise
- Saprobiont in Waldstreu und an vermoderndem Holz, meist in Nadelwäldern und häufig bei Fichtenholz.
Verbreitung
- Hinweise
- In Europa weit verbreitete Waldart, besonders in Nadel- und Mischwäldern.
Abgrenzung von ähnlichen Arten
Vor allem mit folgenden ähnlichen Arten vergleichen: Cantharellus cibarius, Omphalotus olearius. Für die Bestimmung die Kombination aus Hutform und -farbe, Fruchtschicht, Stiel, Fleischverfärbungen und Standort prüfen. Ein Einzelmerkmal oder Foto reicht nicht aus; stimmen die Schlüsselmerkmale nicht mit der Beschreibung überein, gilt der Fund nicht als bestätigt.
Ähnliche Arten
- Echter Pfifferling (Cantharellus cibarius)
Der Echte Pfifferling hat keine dünnen echten Lamellen, sondern dickere stumpfe Leisten, die Teil des Hutfleisches sind.
- Ölbaumtrichterling (Omphalotus olearius) GEFÄHRLICH
Der Ölbaumtrichterling kann ähnlich orange sein, wächst dicht büschelig an Holz oder Wurzeln und ist giftig.
Wissenswertes
Schon gewusst? Trotz des Namens „Falscher Pfifferling” gehört sie zu einer anderen Verwandtschaftsgruppe als echte Pfifferlinge.