Artendetails
Spitzgebuckelter Raukopf
Cortinarius rubellus
Tödlich giftig
Foto: Jose Angel Urquia Goitia · CC BY-SA 4.0 · Bildquelle · Lizenz
Beschreibung
Orangebrauner, tödlich giftiger Schleierling mit spitzem Buckel, rostbraunen Lamellen und Cortina-Resten.
Erkennungsmerkmale
Der Stiel ist orangegelb mit braunen Fasern. Eine Vergiftung kann erst sehr spät zu schwerem Nierenschaden führen.
Bestimmungsschlüssel
Der Hut ist orange- bis rotbraun, oft kegelig oder spitz und fein faserig. Die Lamellen sind zunächst ockerorange, später rostbraun; junge Fruchtkörper besitzen eine spinnwebartige Cortina, der Stiel ist gelblich-orange.
Detaillierte Merkmale
- Hut
- 4–8 cm, orange- bis rötlichbraun, trocken, zunächst spitz, später gewölbt mit deutlichem Buckel.
- Fruchtschicht
- Die Lamellen sind zunächst zimtorange und werden bei Reife rostbraun.
- Stiel
- 6–12 cm, orangebraun, oft mit gelblichen Bändern und Cortina-Resten.
- Fleisch
- Gelblich bis orangebraun.
- Sporenpulver
- Rost-rötlichbraun.
Größe
- Hutdurchmesser
- 4–8 cm
- Stielhöhe
- 6–12 cm
- Stieldicke
- 1–2 cm
Lebensraum
Vor allem in feuchten Nadelwäldern, häufig bei Fichten.
Erscheinungszeit
Juli, August, September, Oktober
Ökologie
- Ernährungsweise
- Mykorrhizal
- Wirtsbäume
- Fichte (Picea), Kiefer (Pinus)
- Boden
- Sauer, Feucht
Verbreitung
- Hinweise
- Europäische Waldart, besonders an feuchte saure Standorte unter Nadelbäumen gebunden.
Abgrenzung von ähnlichen Arten
Viele Schleierlinge sind sehr ähnlich und ohne Mikroskopie nicht sicher bestimmbar. Der Orangefuchsige Raukopf ist ebenfalls tödlich giftig. Für Speisezwecke die gesamte Gattung Cortinarius meiden.
Ähnliche Arten
- Orangefuchsiger Raukopf (Cortinarius orellanus) GEFÄHRLICH
- Cortinarius species
Wissenswertes
Schon gewusst? Eine Orellaninvergiftung ist besonders tückisch, weil schwere Nierenschäden erst mit großer Verzögerung auftreten können.