Artendetails
Roter Gitterling
Clathrus ruber
Ungenießbar
Foto: Amadej Trnkoczy · CC BY-SA 3.0 · Bildquelle · Lizenz
Beschreibung
Ungewöhnlicher roter bis orangefarbener Pilz als hohle Gitterkugel mit stark unangenehmem Geruch.
Erkennungsmerkmale
Entwickelt sich aus einem weißen Hexenei; dunkle schleimige Gleba innen am Gitter lockt Insekten an.
Bestimmungsschlüssel
Für die Bestimmung den gesamten Fruchtkörper prüfen. Ungewöhnlicher roter bis orangefarbener Pilz als hohle Gitterkugel mit stark unangenehmem Geruch. Entwickelt sich aus einem weißen Hexenei; dunkle schleimige Gleba innen am Gitter lockt Insekten an. Typischer Standort: Warme Gärten, Parks, Kompost, Mulch und mediterrane Standorte; breitet sich auch nordwärts aus.
Detaillierte Merkmale
- Hut
- Nach dem Aufbrechen der weißen Eihülle entsteht ein 5–12 cm breites hohles kugeliges Gitter in lebhaft rosa- bis rotfarbenen Tönen.
- Fruchtschicht
- Olivschwarze schleimige Gleba bedeckt die Innenseite der roten Gitterarme und riecht stark.
- Stiel
- Kein eigentlicher Stiel; das Gitter steht auf Resten der Eihülle.
- Fleisch
- Weich und schwammig, zunächst blass, später rötlich bis dunkler.
- Geruch
- Sehr starker Aasgeruch.
- Sporenpulver
- Olivbraun.
Lebensraum
Warme Gärten, Parks, Kompost, Mulch und mediterrane Standorte; breitet sich auch nordwärts aus.
Erscheinungszeit
Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober, November
Ökologie
- Ernährungsweise
- Saprotroph
- Substrat
- Boden, Waldboden
- Boden
- Feucht
- Hinweise
- Wächst auf feuchten, organisch reichen Böden, besonders in wärmeren Gebieten, Gärten und Laubstandorten.
Abgrenzung von ähnlichen Arten
Vor allem mit folgenden ähnlichen Arten vergleichen: Phallus impudicus, Clathrus archeri. Für die Bestimmung die Kombination aus Hutform und -farbe, Fruchtschicht, Stiel, Fleischverfärbungen und Standort prüfen. Ein Einzelmerkmal oder Foto reicht nicht aus; stimmen die Schlüsselmerkmale nicht mit der Beschreibung überein, gilt der Fund nicht als bestätigt.
Ähnliche Arten
- Clathrus archeri
Der Tintenfischpilz entwickelt mehrere getrennte rote Arme statt eines geschlossenen kugeligen Gitters.
- Gemeine Stinkmorchel (Phallus impudicus)
Die Stinkmorchel besitzt einen langen weißen Schwammstiel und einen grubigen Kopf statt eines roten Gitters.
Artenschutz
- Geschützte Art
- Ja
- Rote Liste
- R – seltene Art
- Hinweise
- Die Art ist in Slowenien nach der Verordnung über geschützte wildlebende Pilzarten geschützt. Auf der slowenischen Roten Liste: R – seltene Art.
Wissenswertes
Schon gewusst? Wie andere Stinkpilze nutzt die Art starken Geruch, um Insekten zur Verbreitung der klebrigen Sporen anzulocken.