Artendetails

Falscher Satans-Röhrling

Rubroboletus legaliae

Giftig
Falscher Satans-Röhrling – Rubroboletus legaliae

Foto: Lukas from London, England · CC BY-SA 2.0 · Bildquelle · Lizenz

Beschreibung

Giftiger Röhrling mit blass bis rosagrauem Hut, roten Poren und gelb-rotem Stiel.

Erkennungsmerkmale

Das Fleisch blaut; reife Fruchtkörper können einen charakteristischen zikorienartigen Geruch entwickeln.

Bestimmungsschlüssel

Für die Bestimmung den gesamten Fruchtkörper prüfen. Giftiger Röhrling mit blass bis rosagrauem Hut, roten Poren und gelb-rotem Stiel. Das Fleisch blaut; reife Fruchtkörper können einen charakteristischen zikorienartigen Geruch entwickeln. Typischer Standort: Warme Laubwälder auf nährstoff- oder kalkreichen Böden.

Detaillierte Merkmale

Hut
6–18 cm, halbkugelig bis breit gewölbt, zunächst weißlich, später graurosa bis blass rötlich, oft fleckig.
Fruchtschicht
Röhren gelb, Poren orange- bis rot und bei Druck blauend.
Stiel
5–12 cm hoch, sehr gedrungen; gelb bis orangegelb mit rotem Netz, zur Basis teils weinrot.
Fleisch
Gelb, im Schnitt blass blauend; im unteren Stiel teils dunkel weinrot.
Geruch
Bei reifen Exemplaren teils an Zichorie, Heu oder Suppenwürze erinnernd.
Sporenpulver
Olivbraun.

Größe

Hutdurchmesser
6–18 cm
Stielhöhe
5–12 cm
Stieldicke
3–7 cm

Lebensraum

Warme Laubwälder auf nährstoff- oder kalkreichen Böden.

Erscheinungszeit

Juni, Juli, August, September, Oktober

Ökologie

Ernährungsweise
Mykorrhizal
Wirtsbäume
Eiche (Quercus), Buche (Fagus)
Substrat
Waldboden
Hinweise
Mykorrhiza-Art warmer Laubwälder, häufig bei Eichen und Buchen; auf neutralen bis sauren Böden.

Abgrenzung von ähnlichen Arten

Vor allem mit folgenden ähnlichen Arten vergleichen: Rubroboletus satanas, Rubroboletus rhodoxanthus. Für die Bestimmung die Kombination aus Hutform und -farbe, Fruchtschicht, Stiel, Fleischverfärbungen und Standort prüfen. Ein Einzelmerkmal oder Foto reicht nicht aus; stimmen die Schlüsselmerkmale nicht mit der Beschreibung überein, gilt der Fund nicht als bestätigt.

Ähnliche Arten

Wissenswertes

Schon gewusst? Der charakteristische Geruch reifer Fruchtkörper kann ein Zusatzmerkmal sein, ersetzt aber nie die morphologische Prüfung.

Quellen der erweiterten Beschreibung